Dokumentationen

Politische Probleme in Frankreich und die Konsequenzen und Reaktionen in Europa


Vortrag von Prof. Dr. Henri Noel Ménudier, Sorbonne

Mo., den 26.01.2026

Haus Friedwart

Die Deutsch-Französische Gesellschaft Wetzlar konnte in Zusammenarbeit mit der Goethe-Schule Wetzlar, dem Städtischen Museum Wetzlar und der Ernst-Leitz-Stiftung als Gastgeberin einen in seiner Vielfalt einmaligen Tag organisieren.

Der Gast war Prof. Dr. Henri Noel Ménudier, ein hochkarätiger Wissenschaftler und Berater im politischen Bereich, der in seinem ganzen Bildungsgang stets die historischen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich betrachtet und analysiert hat.

 

Der Vorsitzende der DFG Wetzlar Ingolf Hoefer hatte, zusammen mit seiner Frau Josiane Hoefer-Lézénés im Oktober beim Jahreskongress der Deutsch-Französischen Dachorganisation VDFG/FAFA Herrn Ménudier getroffen, der seinenn Wunsch äußerte, noch einmal einen Bildungsbesuch in Wetzlar zu machen und dabei auch die Ausstellung über Dr. Elsie Kühn-Leitz zu sehen.

Die DFG konnte sehr rasch Lehrkräfte von der Goetheschule (Frau Hoppe und Herrn Dr.Fich) gewinnen, die mit der Schulleitung (Frau Berkemeyer) dafür eine Sonderveranstaltung für Schülerinnen und Schüler der Leistungskurse Französisch und PoWi am 26.1.26 vereinbaren konnten.

Nach einer sehr herzlichen Begrüßung durch die Schulleiterin konnte dann die zweistündige Veranstaltung ihren Lauf nehmen. In einem gestrafften Durchgang durch die gemeinsame und teils feindliche Geschichte der beiden Nachbarländer wurde klar, dass die politischen Strukturen sehr unterschiedliche Prägungen hatten und haben, und dass zum Beispiel in der derzeitigen 5.Republik in Frankreich gesetzliche und soziale Veränderungen eigentlich nie ohne Streiks oder zumindest Andohungen bewirkt wurden. Die Wahlsystematiken in Frankreich und Deutschland differieren sehr, aber durch die insbesondere von de Gaulle und Adenauer vorangetriebene Freundschaftsbeziehung , gekrönt vom « Elysee-Vertrag » von 1963, wurde eine solide Basis für das entstehende gemeinsame Europa geschaffen. Dabei muss man festhalten, dass die Grundlegung dazu durch die Entwicklung der Strukturen der kommunalen Partnerschaften und Freundschaften nach dem hier in Wetzlar und Umgebung eingeführten musterhaften Organisationen eindeutig geprägt wurden.

In der anschließenden Diskussion zum Vortrag wurden die Bezüge zur heutigen – bedrohlichen – Situation in Europa geklärt, und es ergab sich eindetig die Notwendigkeit, dass Frankreich und Deutschland weiterhin prägend voranstreben. Vor allem ist es dringend erforderlich, dass die europäsische Politik nicht unter eine Vorherrschaft von radikalen und völkischen Allianzen gerät. Es gab dabei sehr reflektierte aber nicht zu zahlreiche Diskussionsbeiträge.

Am Nachmittag hatte das Städtische Museum eine Sonderführung durch die Elsie-Kühn-Leitz-Ausstellung organisiert, in der die Leiterin des Museums Frau Dr. Eichler sehr detailliert die Bedeutung der Entwicklung der Partnerschaften und die Pflege von Ethik und Menschlichkeit verdeutlicht wurde. An dieser Begehnung nahmen außer dem Pariser Gast auch der Partnerschaftsdezernent Karl-Heinz Kräuter und der Ehrenpräsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft Wetzlar, Ingolf Hoefer, teil.

Zum Abend hatte die DFG Wetzlar mit ihrem neuen 1. Vorsitzenden Bruno Taverne und in Zusammenarbeit mit der Ernst-Leitz-Stiftung unter ihrem Vorsitzenden Dr. Oliver Nass zu einem geschichtspolitischen Vortrag von Herrn Professor Ménudier für ein öffentliches Publikum in das Haus Friedwart eingeladen. Das Thema war ähnlich dem Vortrag in der Goethe-Schule. Als öffentlicher Repräsentant der Stadt Wetzlar hielt hielt Herr Stadtrat Kontz eine Begrüßungsrede, in der die Verankerung von Partnerschaftsaktivitäten für die Fortenntwicklung eines gemeinsamen demokratischen Europas akzentuiert wurde.

Herr Hoefer überbrachte die ausdrücklichen Grußworte von Herrn Dr. Nass.

Trotz der Straßenglätte war der Vortragsabend hervorragend besucht.

Prof. Dr. Henri Noel Ménudier

Dr. Anja Eichler (Leiterin der Städtischen Museen Wetzlar), Karlheinz Kräuter (Stadtrat, Leiter Dez. V), Prof. Dr. Henri Noel Ménudier


Die Nazis, der Rabbi und die Kamera


Dokumentation von Claus Bredenbrock, ZDF/ARTE und Florianfilm GmbH, Deutschland


Einladung von ARTE zur Vorabpremiere mit anschließender Gesprächsrunde


Di., den 04.04.2023

Ernst Leitz Saal - Wetzlar


Ausstrahlung auf ARTE: Donnerstag, 18. Mai 2023, um 20.15 Uhr sowie in der ARTE-Mediathek.

Der Fotograf und Rabbiner Frank Dabba Smith hält nichts von einfachen Theorien. „Schwarz-WeißBetrachtungen bringen niemanden weiter“, sagt er. Schon als junger Mann reiste er aus diesem Grund nach Deutschland - das Land, das einerseits für den Tod seiner Verwandten in Polen verantwortlich war, andererseits aber auch seine größte Leidenschaft hervorgebracht hat: die Leica-Kleinbildkamera. Als junger Student hatte Frank gelesen, wie Leica-Firmenchef Ernst Leitz II viele jüdische Angestellte vor dem KZ und dem sicheren Tod bewahrte - eine Geschichte, die kaum jemand kannte, denn bis zu seinem Tod im Jahr 1956 hatte Ernst Leitz II nie etwas aus der Zeit des Nationalsozialismus erzählt.


Die New Yorker Fotografieprofessorin Jill Enfield, Nachfahrin einer geretteten Familie, und der Londoner Rabbi Frank Dabba Smith erzählen diese Geschichte. Der Film führt an Originalschauplätze in Wetzlar, New York und Frankfurt am Main.

Gesprächsteilnehmer von links nach rechts

- Claus Bredenbrock, Regisseur des Films 
- Dr. Oliver Nass, Urenkel von Ernst Leitz II
- Linde Dehner, ZDF/ARTE (Moderatorin des Gesprächs) 
- Rabbi Frank Dabba Smith (Hauptakteur des Films) 
- Dolmetscher beim Gespräch 


L'Art du Vetrail en Champagne


Referat von Alain Vinum, Troyes


Fr., den 13.09.2019

Stadtbibliothek Wetzlar

Text in Arbeit

Alain Vinum